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Anlässlich des Bundesweiten Aktionstages gegen Glücksspielsucht veröffentlicht das senatsgeförderte Präventionsprojekt Glücksspiel der pad gGmbH eine Broschüre mit Tipps für Angehörige von Spielerinnen und Spielern. Weiterhin können sich Interessierte am 27.09.2017 von 13:00 bis 18:00 Uhr im Präventionsprojekt in der Neuen Grottkauer Straße 5, 12619 Berlin zum Thema Glücksspielsucht informieren und mit Mitarbeiter_innen ins Gespräch kommen.

Familienmitglieder, Kollegen und Freunde machen sich oft Sorgen um den Betroffenen und suchen einen Ausweg aus der Situation. Sie möchten verstehen, was genau Glücksspielsucht ist und wie sie ihrem nahestehenden Menschen helfen können. Die Broschüre liefert dazu wichtige Informationen zum Thema Glücksspielsucht“, so Christine Köhler-Azara, Drogenbeauftragte des Landes Berlin.

Bundesweiter Aktionstag gegen die Glücksspielsucht 2016

Pressemitteilung | Berlin, 20. September 2016

Anlässlich des Bundesweiten Aktionstages gegen die Glücksspielsucht startet das senatsgeförderte Präventionsprojekt Glücksspiel der pad gGmbH seine WhatsApp-Beratung zum Thema Glücksspielsucht für Jugendliche und junge Erwachsene.

Weiterhin sensibilisiert das Projekt am 28.09.2015 ab 16 Uhr unweit zahlreicher Spielhallen und der Spielbank Berlin für ein verantwortungsvolles Spielverhalten und die Möglichkeit der Selbstsperre.

Kommerzielle Glücksspielangebote und selbstorganisiertes Glücksspiel gehören längst zur Lebenswirklichkeit vieler junger Heranwachsender: Obwohl die Teilnahme an öffentlichen Glücksspielen erst ab 18 Jahren erlaubt ist, haben nicht wenige Minderjährige bereits gewerbliche Glücksspiele genutzt. Die Teilnahme an illegalen Sportwetten unter jungen Männern hat deutlich zugenommen. Problematisches oder pathologisches Glücksspiel ist am häufigsten bei Männern zwischen 21 und 25 Jahren zu finden. Diese Entwicklung ist besorgniserregend, da ein früher Einstieg das Risiko für die Entwicklung eines pathologischen Glücksspielverhaltens im Erwachsenenalter erhöht.

Mit einer WhatsApp-Beratung zum Thema Glücksspielsucht unter +49 152-56 18 02 85 will das Präventionsprojekt daher vor allem Jugendliche und junge Erwachsene erreichen. WhatsApp zählt unter jugendlichen Online-Nutzer_innen zu den beliebtesten sozialen Medien und wird als Kommunikationsmittel rege genutzt. Die Erstberatung via WhatsApp ermöglicht den jungen Erwachsenen einen unkomplizierten, flexiblen Zugang zu Informationen rund um das Thema Glücksspielsucht und erleichtert insbesondere bei Berührungsängsten den ersten Schritt zur Inanspruchnahme professioneller Hilfe. „Ich freue mich sehr über dieses innovative Präventionsangebot für junge Menschen“, so Christine Köhler-Azara, Drogenbeauftragte des Landes Berlin. „Die niedrigschwellige WhatsApp-Beratung kann dazu beitragen, dass sie glücksspielbezogene Risiken bewusster wahrnehmen und bei Bedarf einen einfachen und frühzeitigen Kontakt zu Hilfemöglichkeiten finden.“

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung geht von etwa 308.000 bis 676.000 Menschen mit problematischem oder pathologischem Glücksspielverhalten in Deutschland aus. Um Glücksspielteilnehmende besser vor den Gefahren des Glücksspiels zu schützen, macht das Präventionsprojekt im Rahmen des Bundesweiten Aktionstages daher auch auf Sperrmöglichkeiten aufmerksam. In unmittelbarer Nähe zahlreicher Spielhallen und der Spielbank Berlin in der Hasenheide können Passanten auf einer riesigen Bodenzeitung ihre Gedanken zu Glücksspiel-Risiken äußern und erhalten kostenlose USB-Sticks mit Sperrformularen.

Das Präventionsprojekt Glücksspiel der pad gGmbH wird vom Land Berlin gefördert. Das Projekt ist berlinweit für glücksspielbezogene Information und Aufklärung zuständig und führt Kampagnen, Informationsveranstaltungen und kostenlose Schulungen durch. 

Impressionen vom Bundesweiten Aktionstag 2016

 

Bundesweiter Aktionstag gegen die Glücksspielsucht 2015

Kein Spiel durch die Hintertür!

Gefährdete Personenkreise müssen besser vor dem Suchtpotenzial von Geldspielautomaten geschützt werden! Dafür braucht es strengere Kontrollen des Jugend- und Spielerschutzes in gastronomischen Einrichtungen – wenn nicht sogar ein Verbot von Geldspielautomaten in gastronomischen Betrieben.

Dafür demonstrierten das Café Beispiellos und das Präventionsprojekt Glücksspiel anlässlich des Bundesweiten Aktionstages auf dem Alexanderplatz. In überdimensional großen Zeitungen berichteten Betroffene von ihren Erfahrungen mit der Glücksspielsucht und über 200 Passanten stimmten mit roten oder grünen Karten über die Frage „Geldspielgeräte in der Gastronomie“ ab. Es entstanden interessante Unterhaltungen zur Thematik Glücksspielsucht und ein Großteil der Befragten sprach sich für ein Verbot von Geldspielgeräten in gastronomischen Einrichtungen aus. 
Der Bundesweite Aktionstag gegen die Glücksspielsucht in Kooperation mit dem Café Beispiellos war - wie man auf den Fotos sehen kann - ein voller Erfolg!

Impressionen vom Bundesweiten Aktionstag 2015

Kein Spiel durch die Hintertür - Mit Humor gegen die Automatenindustrie

Das Präventionsprojekt Glücksspiel demonstriert am 23.09.2015 um 15 Uhr gemeinsam mit dem Café Beispiellos auf dem Alexanderplatz für ein Verbot von Geldspielautomaten in gastronomischen Einrichtungen und startet anlässlich des Bundesweiten Aktionstages gegen die Glücksspielsucht mit unkonventionellen Filmen seine Präventionskampagne. Die Filme wurden mit den beiden Radiomoderatoren John & Rasheed von JAM FM gedreht, die die Kampagne exklusiv unterstützen. 

Im Jahr 2013 zeigten knapp 800.000 Menschen in Deutschland ein problematisches oder süchtiges Glücksspielverhalten. Mehr als 75 % der Spieler_innen in ambulanten Suchtberatungsstellen waren den Geldspielautomaten verfallen. Das Aufstellen von Geldspielautomaten ist neben Spielhallen und Spielbanken auch in gastronomischen Einrichtungen erlaubt . Das hat zur Folge, dass Imbisse, Kneipen, Café Casinos und zunehmend auch Friseurläden, Bäckereien sowie Tankstellen leichten Zugang zu Gelspielautomaten bieten. Egal an welchem Ort in Berlin man sich gerade aufhält – ein Geldspielautomat befindet sich meist in unmittelbarer Nähe. 

Aufgrund des parallel laufenden Gastronomiebetriebes fällt es dem Personal dieser Einrichtungen häufig schwer, problematisches oder süchtiges Spielverhalten bei ihren Kunden zu erkennen. Der Jugend- und Spielerschutz wird nur unzureichend kontrolliert und durchgesetzt. So berichten mehr als 45 % der Klient_innen der Beratungsstelle Café Beispiellos, dass sie den ersten Kontakt mit Glücksspielen in einer gastronomischen Einrichtung hatten . Besonders für Jugendliche kann das Warten auf den Döner oder die neue hippe Frisur mitunter schnell am Geldspielautomaten enden.

Um Jugendliche mit präventiven Botschaften zu erreichen und schnell eine hohe Aufmerksamkeit zu wecken, will die Präventionskampagne Automatenspiel nicht moralisch belehren, sondern in erster Linie für die Thematik Glücksspielsucht und Glücksspielrisiken sensibilisieren. Dafür hat das Präventionsprojekt Glücksspiel in Zusammenarbeit mit der Kreativagentur HEYMANN BRANDT DE GELMINI eine Kampagne mit den beiden verrücktesten Moderatoren Berlins, John und Rasheed von JAM FM, entwickelt. Auf humorvolle Art weisen die vier Online-Filme auf das hohe Suchtpotenzial von Geldspielautomaten hin. JAM FM wird rund um den Bundesweiten Aktionstag gegen die Glücksspielsucht On Air und Online berichten, weil die Kampagne gegen die Glückspielsucht wirklich wichtig ist, aber auch, weil „die Spots so geil sind“, wie Rasheed, sagt. „Die Spots machen eindrucksvoll deutlich, dass letztlich immer nur einer gewinnt: die Automatenindustrie.“ (Natalie Thiem-Schulze, Leiterin des Präventionsprojektes Glücksspiel)

Gefährdete Personenkreise müssen besser vor dem Suchtpotenzial von Geldspielautomaten geschützt werden. Dafür braucht es strengere Kontrollen des Jugend- und Spielerschutzes in gastronomischen Einrichtungen – wenn nicht sogar ein Verbot von Geldspielautomaten in gastronomischen Betrieben. Dafür demonstrieren das Café Beispiellos und das Präventionsprojekt Glücksspiel am 23.09.2015 um 15 Uhr auf dem Alexanderplatz. In überdimensional großen Zeitungen berichten Betroffene von ihren Erfahrungen mit der Glücksspielsucht und Passanten können mit roten oder grünen Karten über die Frage „Geldspielgeräte in der Gastronomie“ abstimmen. 

Bundesweiter Aktionstag gegen die Glücksspielsucht 2014

Anlässlich des vierten bundesweiten Aktionstages startet das Präventionsprojekt Glücksspiel seine berlinweite Präventionskampagne zum Automatenspiel. Durch zahlreiche Aktionen möchte das von der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales finanzierte Präventionsprojekt darauf aufmerksam machen, dass persönliche Einflussmöglichkeiten auf den Spielausgang überschätzt werden und die Gewinnchance vom Zufall abhängig ist.

Viele Menschen können Glücksspiele problemlos in ihren Alltag integrieren, einige entwickeln jedoch ein riskantes oder süchtiges Spielverhalten. “Exzessives Zocken“ kann weitreichende negative Konsequenzen nach sich ziehen und sich zu einer behandlungsbedürftigen Glücksspielsucht ausweiten. 

Im Jahr 2013 zeigten mehr als 800.000 Menschen in Deutschland ein problematisches oder süchtiges Glücksspielverhalten. Mehr als zwei Drittel der behandelten Glücksspieler sind dem Automatenspiel verfallen. Kognitive Verzerrungsmuster liefern eine Erklärung für die zunächst verwunderliche Tatsache, dass regelmäßiges Glücksspiel trotz zunehmend negativer Folgen aufrechterhalten wird. 

Desto mehr der Glücksspieler das Gefühl hat, selbst über den Spielverlauf, die Einsatzhöhe und den Risikograd bestimmen zu können, umso mehr erliegt er dem Gefühl, der Spielausgang wäre beeinflussbar. Diese Kontrollillusion wird von Glücksspielanbietern bewusst genutzt, indem beispielsweise Automatenspieler Tasten drücken können, die in Wirklichkeit keinen Einfluss auf Gewinn und Verlust haben. 

Glücksspiele eignen sich gut, um den Aberglauben des Menschen zu schüren. Es liegt in der menschlichen Natur, auch bei zufallsbedingten Phänomenen einen logischen Zusammenhang herstellen zu wollen. So entsteht der Irrglaube, das Ergebnis eines Glücksspiels wäre voraussagbar oder ließe sich gar durch Rituale und Talismane steuern.

Der Filmspot des Präventionsprojekt Glücksspiel greift diese Thematik auf und wird pünktlich zum bundesweiten Aktionstag gegen die Glücksspielsucht ausgestrahlt. Zusammen mit der Veröffentlichung des Kampagnenfilms und seiner Aktion auf dem Alice-Salomon-Platz am 25. September 2014 um 14 Uhr und dem Alexanderplatz um 17 Uhr trägt das Präventionsprojekt zur Sensibilisierung für die Risiken des Automatenspiels bei. Darüber hinaus werden Glücksspielsüchtige und deren Angehörige auf die „Lange Nacht der Beratung“ von 20 bis 6 Uhr im Café Beispiellos in der Wartenburgstraße 8 aufmerksam gemacht. 

Das Präventionsprojekt Glücksspiel | pad e.V. richtet sich seit 2008 an alle, die sich für das Thema Glücksspielsucht interessieren oder davon betroffen sind. Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie unter Facebook und Twitter.

Impressionen vom Bundesweiten Aktionstag 2014