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Glücksspielsucht als Krankheit

Glücksspiele bieten eine aufregende Form der Unterhaltung, die viele Menschen problemlos in ihren Alltag integrieren können. Aus einem riskantem Nutzungsverhalten kann sich jedoch ein pathologisches Spielverhalten mit gravierenden Folgen entwickeln.
Pathologisches Glücksspiel ist eine Sucht und eine anerkannte Krankheit.

Das pathologische Glücksspielen ist zwar eine stoffungebundene Sucht, besitzt aber die suchttypischen Merkmale wie:

  • exzessiver Gebrauch 
  • Sucht als zentraler Lebensinhalt
  • Kontrollverlust 
  • Toleranzentwicklung
  • Vernachlässigung der Familie und der sozialen Kontakte 
  • das "Nichtaufhörenkönnen" 
  • Entzugserscheinungen 
  • Beschaffungskriminalität

Hinzu kommen die typischen glücksspielorientierten Merkmale, wie die hohen finanziellen Verluste beim Spielen und die damit einhergehende hohe Verschuldung.

Anfang 2001 wurde das pathologische Glücksspiel von den Krankenkassen und den Rentenversicherungsträgern als rehabilitationsbedürftige Krankheit anerkannt.

Damit ist das pathologische Glücksspiel der Alkohol-, Medikamenten- und Drogenabhängigkeit gleichgestellt.1

In Deutschland gibt es schätzungsweise rund 811.000 beratungs- und behandlungsbedürftige Spieler_innen.2

Deutsche Rentenversicherung 2001: Vereinbarungen im Suchtbereich, S.19ff.
Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung 2014: Drogen- und Suchtbericht, S.49ff.