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Was ist Glücksspielsucht?

Glücksspiele sind in Deutschland eine beliebte Form der Unterhaltung.
Im Jahr 2013 haben laut einer Repräsentativbefragung der BZgA 78,8 % der Bevölkerung schon mindestens einmal in ihrem Leben an einem Glücksspiel teilgenommen.1

Viele Menschen können Glücksspiele problemlos in ihren Alltag integrieren. Wenn Glücksspiele jedoch zunehmend andere Lebensbereiche wie Familie und Beruf dominieren und aus dem Freizeitvergnügen ein Drang wird, kann sich daraus ein problematisches oder krankhaftes Spielverhalten entwickeln.

Aber ist Glücksspielsucht überhaupt eine Krankheit?

 

Ja!

  • Pathologisches Glücksspielen besitzt die suchttypischen Merkmale wie:
    • Exzessiver Gebrauch | "Nichtaufhörenkönnen"
    • Sucht als zentraler Lebensinhalt
    • Kontrollverlust
    • Toleranzentwicklung
    • Vernachlässigung der Familie und der sozialen Kontakte
    • Entzugserscheinungen
    • Beschaffungskriminalität

Ja! 

  • Seit 2001 ist das pathologische Glücksspiel der Alkohol-, Medikamenten- und Drogenabhängigkeit gleichgestellt.2
  • Jeder Glücksspielsüchtige kann u.a. ambulante und stationäre Behandlung in Anspruch nehmen; unabhängig von Nationalität, Alter oder Geschlecht.

In Deutschland gab es 2013 ca. 811.000 beratungs- und behandlungsbedürftige Spieler_innen.1

1 Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung 2014: Drogen- und Suchtbericht, S.49ff.
2 Deutsche Rentenversicherung 2001: Vereinbarungen im Suchtbereich, S.19ff.